Janis Joplin – Die Frau mit der einzigartigen Stimme


Dieser Beitrag handelt um keine geringere als Janis Joplin.
Hierzu muss ich kurz erzählen wie ich zu Janis Joplin gekommen bin.

Ich hatte vor Jahren die Platten meiner Eltern aus dem Keller gerettet und fand dabei auch eine Platte von Janis. Die Platte hörte ich mir aber das erste Mal vor ca. einer Woche an.

Seitdem bin ich begeistert und fasziniert zugleich was für eine Kraft ihre Stimme hat.
Sie war das Warenzeichen der Hippiekultur und symbolisierte den Lebensstil: „Sex, Drugs and Rock’n‘ Roll“

 

Doch wer war Janis Joplin genau?
Sie wurde 1943 in Texas geboren. Ihr Vater war ein Mitarbeiter der Ölgesellschaft „Texaco“. Ihre Mutter Dorothy Joplin hatte selbst eine Gesangsausbildung abgebrochen. Janis widmete Ihre Kindheit der Kunst. Sie las viel (besonders Geschichten) und sang im Kirchenchor. Ihre Mutter sorgte dafür, dass sie Privatunterricht in Kunst bekam. Hier endeckte sie die Blues- und Folk-Musik für sich.

Janis hatte 1958 ihren ersten Auftritt im „Halfway House“ welches eine Anstalt zur Reintegration von Alkohol- und Drogensüchtigen in Beaumont in Texas war. Mit bestehen der Highschool 1960 ging sie im alter von 18 Jahren nach Kalifornien um Sängerin zu werden.

Sie versuchte sich an einigen Colleges, brach das Studium jedoch frühzeitig ab. Ein Jahr später als sie etwas Geld verdient hatte zog sie nach Los Angeles. Sie sang oftmals mit Jorma Kaukonen (Sängerin von Jefferson Airplane) in Kneipen und Folk-Clubs.

Durch Schallplatten von Leadbelly, Odetta Holmes und Bessie Smith ihrem größten Vorbild schulte sie sich . So wurde sie mit ihrem bis dahin einzigartigen hemmungslosen Gesangs Stil einer Weißen zur Queen des weißen Bluesrock.

 

Bis 1962 arbeitete sie in Louisiana als Kellnerin und kehrte anschließend nach Texas zurück. Im College fiel Sie durch ihre Kleidung als Außenseiterin auf. 1965 trat sie mit der Jazzband Dick Oxtot auf. Der Manager Chet Helms rief sie 1966 an, dass er für die Band „Big Brother and the holding Company“ eine Sängerin suchte. Somit begann ihre Karriere und sie zog nach San Francisco und sich der besagten Band anschloss. Sie traten 1967 erfolgreich beim Monterey Pop Festival auf. Sie erhielten dadruch einen Platten vertrag bei Mainstream Records. Dort brachten sie Big Brother & the Holding Company Featuring Janis Joplin heraus.

1968 folgte Cheap Thrills mit Columbia Records dieses enthielt schon viele ihrer bekannt gewordenen Stücke wie die Coverversion vom Emma Franklins „Piece of my Heart oder Ball and Chain“. Sie trennte sich ende der 1968er von der Band und stellte anschließend eine größere Band auf. Diese hatte lange keinen Namen. Der Namen Kozmic Blues Band kam beim dritten Album von Janis. Ihr Ehrgeiz war der Grund dieser Aktion. Sie wollte mit einer Professionellen Band mit Funk und Blues Intrumenten eine neue Musikrichtung einschlagen.

Dieses gefiel nicht allen, zum Beispiel empfand die Zeitschrift „Rolling Stone“ dieses als Verrat an den Idealen der Rockmusik. Leider lief die Zusammenarbeit der Band nicht sehr gut. Der Grund dafür war, dass sich die Bandmtglieder vorher nicht kannten und Janis wenig erfahrung beim Leiten einer Band hatte sowie schwirigkeiten beim besorgen neuer Songs.
Die Band hatte ihren erfolgreichsten Auftritt im Jahre 1969. Na was glaubt ihr wo?

Genau im Woodstock! Janis war bei dem Auftritt anscheinend stark alkoholisert und hatte Aussetzer Ihrer Stimme. Weshalb ihr die Plattenfirma die Erlaubnis für das Videomaterial ihres Auftritts verweigerte, diesen bei der Woodstock Dokumentation zu zeigen. Sie machte während des Festivals eine Bemerkung über die Hippiebewegung die später oft zitiert wurde. Das Zitat sollten alle Janis Joplin Fans kennen: „Früher waren wir nur wenige, jetzt gibt es Massen und Massen von uns.“ Aufnahmen des Auftritts wurden erst in den 90er Jahren gezeigt.

Janis trat 1969 im Fernsehen bei Ed Sullivan und Dick Cavaett auf. Die Interviews mit Cavaett sind in dem späteren Album „Janis“ zu hören. Ebanfalls 1969 begab sich die Kozmic Blues Band auf eine zweimonatige Europatournee. Ihr einziges Konzert in Deutschland fand am 12. April 1969 in der Jahrhunderthalle in Frankfurt am Main statt. Nach ende des Konzerts forderte Janis das Publikum zu bleiben da nun ein Mitschnitt für das Amerikanische Fehrnsehen aufgenommen wurde. Sie anmimierte Fans mit auf die Bühne zu kommen. Diese Mitschnitte sind in der Dokumentation „Janis“ von 1975 zu sehen.

Sie nahm außerdem 1969 ihre dritte LP auf: I Got Dem Ol‘ Kozmic Blues Again Mama! auf. 
In Tampa in Florida wurde sie inhaftiert, weil sie einen Polizisten beleidigt hatte. Bei einer nachfolgenden Gerichtsverhandlung bezeichnete das Gericht Janis Verhalten für freie Meinungsäußerung und ließ die Klage fallen. Weiter wurde sie zu einer Geldstrafe wegen Obzöner Sprache bei Ihrem Konzert in der Curtis Hall verurteilt. Ihre Band löste sich im Januar 1970 auf.

Um von den Drogen weg zu kommen reiste sie nach Rio de Janero wo derzeit der Karneval stattfand. Zurück in Kalifornien nahm sie Ihre gewohnte Lebensart wieder auf. 1970 wurde ihre dritte und letzte Band gegründet. Die Full Tillt Boogie Band. Diese stellte sich als Glücksgriff heraus. Das Team harmonierte emotional sowie musikalisch. Janis schien Ihren Musikstil gefunden zu haben. Die Songs der Full Tillt Boogie Band wurden ihre Erfolgreichsten Werke. Auf vielen Fotos sieht man Janis mit einer Flasche Southern Comfort. Janis fragte bei der Herstellerfirma an, ob sie dafür nicht ein wenig Geld bekommen könne, da dies eine gute Werbung sei. Southern Comfort willigte ein und überwies ihr 6000 Dollar.

Im September 1970 traf sie die Band in den Sunset Sound Studios in Los Angeles um ihr Album Pearl aufzunehmen. Janis war am 03. Oktober 1970 das letzte Mal kurz vor Abschluss des Albums im Studio um einige Bänder und Titel anzuhören welche sie am nächsten Tag einsingen sollte.

Als sie am 04. Oktober 1970 nicht wie vereibart im Studio auftauchte, fur John Cooke zum Landmark Motel in dem Janis wohnte. Er fand sie Tot auf dem Boden liegend…
Sie ging von uns wie ihr Lebenstil es prädigte. Sie starb an einer überdosis Heroin.
Durch ihre Songs wird sie jedoch für immer weiterleben.

Ich habe Janis durch das Album Pearl kennengelernt und werde mir ihre weiteren Alben besorgen.
Da ihre Stimme einfach unvergässlich ist. Ich hoffe mein erster Beitrag gefällt euch. Ich werde mich jetzt mit einem Glass Southern Compfort zurücklehen und Pearl hören.

 

Anbei noch eine Liste der Alben welche sie zu ihrer Lebzeiten aufgenommen hat.

 

  • 1967: Big Brother & the Holding Company featuring Janis Joplin
  • 1968: Cheap Thrills
  • 1969: I Got Dem Ol‘ Kozmic Blues Again, Mama!
  • 1971: Pearl

 

 

Dieser Artikel wurde von Alex verfasst.

 

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